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Religiöse Mahnmale

Religiöse Mahnmale in Vöhrenbach


Religiöse Kleindenkmale bilden immer noch einen festen Bestandteil des Landschaftsbildes katholisch geprägter Gegenden. Die in neuerer Zeit häufig am Straßenrand errichteten Kreuze für Verkehrstote führen diese Tradition allgemein fort. Die Erhaltung und Pflege solcher Zeugnisse lokaler Tradition und die Darstellung ihrer Gestaltvielfalt sowie der damit verbundenen Bräuche und Vorstellungen, sind auch Aufgabe heimischer Geschichtsforschung und -vermittlung. In diesem Sinne soll hier auf die Vöhrenbacher religiösen Mahnzeichen hingewiesen werden. Es sei aber auch das Bürgerengagement erwähnt, das die manchmal vernachlässigten Mahnmale in freiwilliger Arbeit wieder in würdigen Zustand versetzt.

Mahnkreuze können nach verschiedenen Gesichtspunkten geordnet werden: Da sind einmal die Andachtsmale für Gebet und Meditation, dann die Hausschutzzeichen zur Abwehr von Unglück, die Gedenkkreuze, die sich auf vergangene tragische Vorkommnisse beziehen, Missionskreuze und auch die Sühnekreuze für geschehene Untat. Ferner findet man Kreuze mit Inschriften, zusätzlichen Figuren oder den Leidenswerkzeugen, Fünf-Wunden-Kreuze ohne Corpus, Longinuskreuze, Schächerkreuze, die alle Bezug auf Christi Leidensgeschichte nehmen. Daneben trifft der Aufmerksame aber auch auf Bildstöcke, Reliefs oder als Mahnzeichen wiederverwendete Grabsteine. Diese Kleindenkmale können aus verschiedenen Materialien hergestellt sein, so aus Holz, Metall oder Stein, sie stammen aus alter und neuerer Zeit, sind oft gekonnte Kunstwerke, jedoch auch einfache Erzeugnisse der Volkskunst.

Im Folgenden sollen die Wichtigsten in Vöhrenbach zu findenden religiösen Denkmale, aber auch Verschwundenes, vorgestellt werden.

Angelsbachkreuz

Angelsbach. Andachtsmal. Inschrift: „Im Kreuz ist Heil“. Ehemaliges Grabkreuz vom Schönenbacher Friedhof. Um 1977 von der Kolpingfamilie versetzt. 1996 durch Jürgen Greiner, Günther Kleiser, Franz Rissler restauriert.

Bregenzer-Kreuz

Am Weg zum Bruderkirchle. Andachtsmal. Gestiftet vom Fuhrunternehmer Th. Bregenzer. Wird noch heute von Nachkommen gepflegt.

Brendleacker-Kreuz

Nahe der Villinger Straße – Brendles Acker früher Dorer. Andachtsmal. Kreuz mit Marienstatue. Inschrift. Jahreszahl 1906. 2004 abgebaut und nach Schönwald versetzt.

Felsen-Kreuz

In Felsenwirts Garten. Andachtsmal. 2000 wurde der Metall-Corpus des früher dort stehenden und zerbrochenen Sandsteinkreuzes an einem neuen Holzkreuz durch E. Hummel und Familie Kaspareit angebracht.

Fischer-Kreuz

Nahe der Wendelinskapelle. Gedenkkreuz. Der Schuljahrgang 1931 stellte hier für ihren bei einer Wanderung plötzlich verstorbenen Kameraden Gerhard Fischer 1996 dieses Birkenkreuz auf.

Haag-Kreuz

Vorderursbach. Gedenkkreuz. Inschrift. Von der Bierbrauerfamilie Haag zum Andenken an den 1915 gefallenen Verwandten Otto Leis aufgestellt. Das ursprünglich auf dem Gedenksteinsockel angebrachte Kreuz ist verschwunden. In den 1980er Jahren wurde von Lothar Wiedel auf dem Stein das Kreuz vom abgeräumten Grab des Schlossermeisters David Hilser angebracht.

Duffner-Kreuz

Auf der Schwanenbacher Höhe nahe dem Hermeshof. Andachtsmal. Inschrift: „Es ist vollbracht.“ Von Hermesbauer Maximilian Duffner gestiftet.

Hirschbühl-Kreuz

Hirschbühlweg. Andachtsmal. Das dort stehende verfallende Kreuz wurde 1997 durch die Anwohner restauriert und der es umgebende Platz neu gestaltet.

Kälbergäßle-Kreuz

Am Kälbergäßle. Andachtsmal. Inschrift. Jahreszahl 1876. Vom Vöhrenbacher Stadtpfarrer Thumel gestiftet. Steinhauer A. Kiza, Hammereisenbach, fertigte das Kreuz. 1997 von Kurt Ganter, Ernst Hirt, Josef Hummel, Helmut Sorg restauriert.

Ochsenberg-Kreuz

Am Ochsenberg. Gedenkkreuz – Missionskreuz. 1978 gemeinsam von der Firma X. Heine & Sohn, der Kolpingfamilie und J. Kaltenbach errichtet.

Kirchweg-Kreuz

Schwanenbacher Höhe am Kirchweg. Andachtsmal. Das Kreuz, das als Hintergrund ein Bild des gestirnten Himmels zeigt, ist an einem Baum angebracht.

Kreuztannen-Kreuz

Schwanenbacher Höhe. Andachtsmal. Dieses Kreuz, das früher an der so genannten Kreuztanne angebracht war, wurde später an einen anderen Baum versetzt.

Selig-Kreuz

Am Burgweg beim Haus Wehrle. Andachtsmal. Inschrift. Gestiftet von Familie Selig. Bildhauer Wolfgang Kleiser.

Steig-Kreuz

Beim Bruderkirchle. Fünf-Wunden-Kreuz mit Marienstatue. Erinnert an den Leidensweg Christi. 1988 von Mitgliedern des Kolpingwerks Vöhrenbach aufgestellt. Das Kreuz wurde nach dem Vorbild des Kreuzes auf einem von Casimir Stegerer im 19. Jahrhundert gefertigten Stich gestaltet.

Ursbach-Kreuz

Am Ursbachweg. Andachtsmal. 1988 aus vom Steig-Kreuz übrigem Holz erstellt. Der Korpus vom ehemaligen Ruf-Dotter-Kreuz an der Hagenreute wurde von dieser Familie gespendet und an diesem Kreuz angebracht.

Ursbach-Flurkreuz

Am Ursbachweg. Andachtsmal. 1992 errichtet. Dient als Stationskreuz mit Marienstatue bei der Flurprozession.

Friedhofskreuz

Beim Friedhof Vöhrenbach. Andachtsmal. Inschrift: „Es ist vollbracht!“.

Bildstock an der Steig

Beim Bruderkirchle an der Steige. Andachtsmal - Schutzmal. Bildstock mit St. Christophorus-Statue. Nach altem Glauben schützt der Anblick eines St. Christophorus-Bildes gegen plötzlichen Tod. Deshalb ist sein Bild an Kirchenaußenwänden und Straßen zu finden. Der alte Bildstock, welcher jahrelang zerbrochen im Wald lag, wurde 1988 auf Initiative von Stadtpfarrer Adler, B. Kleiser, E. Willmann, J. Kaltenbach und Reinhold Schätzle restauriert und wieder aufgestellt. Das Oberteil mit Figur ist neuen Datums. 2010 wurde der Bildstock wieder umgeworfen, aber im selben Jahr auf erneute Initiative von Pfarrer Adler restauriert und aufgestellt.

Lourdes-Grotte

An der alten Straße nach Villingen beim Friedhof Vöhrenbach. Andachtsmal. Grotte mit Marienstatue und Kreuz. Letzteres stammt vom abgeräumten Grab von Rudolf Schyle. In ehemaligem Steinbruch von Ernst Hirt, Hiltrud Heine und Richard Schätzle geschaffen.

Felsenwirts Engel

Im Felsenwirtsgarten beim Felsenwirt-Kreuz. Andachtsmal. Der Kindergrabstein wurde von der Familie Kaspareit um 2000 restauriert und mit einem Schutzdach versehen.

Himmelfahrts-Bildstock

Am Weg zum Fuchslochhof. Andachtsmal. Wohl Grabstein vom abgeräumten Grab des alten Fuchsloch-Bauern. Um 1990 von der Familie Wehrle - Fuchslochhof aufgestellt.

Verwendete Quellen:

Bilder und Informationen: Archiv Erich Willmann, Vöhrenbach
Literatur: Kreuze in der Feldflur, am Wegrand und an Hausfassaden, Hg. Geschichts- und Heimatverein Villingen e. V., Villingen-Schwenningen 2008
Texte: Stadtarchiv Vöhrenbach

© Stadtarchiv Vöhrenbach